Consumer Tribes

sind Vergemeinschaftungen in modernen Gesellschaften, die auch als (Sub-)Cultures of Consumption, Brand Communities oder auch als Consumer Tribes bezeichnet werden. Consumer Tribes konstituieren sich nicht über individuelle Kaufentscheidungen als Kunden, sondern über geteilte Emotionen und sich zu eigen gemachter Zeichen und Bedeutungen. Die Vergemeinschaftung erfolgt über die Adaption von Marken/Brands und Produkten und einem spezifischen Wissen darüber, einem Tribal knowledge. Sie sind keine blossen Konsumenten von Gütern, sie adaptieren Güter und nehmen an deren Entwicklung teil. Sie sind dabei nicht passive Endabnehmer des globalen Wirtschaftskreislaufs, sondern Beteiligte einer Wechselbeziehung, in dem sie eine kulturell (oft) prägende Rolle einnehmen. Sie sind weder manipulierte „Opfer“ des Marketing, noch Rebellen gegen dessen Übermacht. Sie können durchaus die Kontrolle über die Bedeutung bzw. das Image einer Marke übernehmen. Grundannahme ist, dass postmoderne Konsumenten Entscheidungen nicht nur nach individuellen Nutzkriterien treffen, sondern Produkte und Dienstleistungen bevorzugen, die sie neben Nutzwert und Qualität mit anderen Gleichgesinnten verbinden.

Zusammengefasst nach der Rezension des unten genannten Buches von Klaus Janowitz

Quelle: http://www.klaus-janowitz.de/pdf/Consumer_Tribes.pdf