12 Suchmaschinen-Regeln

von Marcel Machill

  • Verlassen Sie sich nicht auf eine Quelle. Verwenden Sie gerade bei komplexen Themenrecherchen immer mehrere Suchmaschinen.
  • Achten Sie auf versteckte Werbung. Werbung ist nicht immer als solche gekennzeichnet, sondern kann sich in den Ergebnislisten verstecken.
  • Hüten Sie sich vor den „Spammern“ im Netz. Formulieren Sie Ihre Suchanfragen möglichst genau und lesen Sie den Vorschautext gut durch. Sind dort nur Schlagwörter und keine Sätze zu sehen, verbirgt sich hinter der Webseite wahrscheinlich „Spam“.
  • Denken Sie bei der Auswahl aus der Suchmaschinen-Liste an Viren und den Schutz dagegen. Nicht jedes Suchergebnis ist vertrauenswürdig, nur weil es von einer Suchmaschine angezeigt wird. Einen Virenschutz sollten Sie beim Surfen im Netz mindestens installiert haben, ebenso hilft die Installation einer Firewall.
  • Lesen Sie den Vorschautext gut durch. Oftmals mogeln sich unseriöse Angebote mit unerlaubten Praktiken auf die vordersten Ergebnisplätze in den Suchmaschinen. Der Vorschautext kann bei der Einordnung helfen.
  • Geben Sie Wucher-Websites keine Chance. Ein falscher Klick, ein falscher Tastendruck, und schon können 30 Euro und mehr fällig werden; es installieren sich „Dialer“ oder „Spyware“ auf Ihrem Rechner. Tippen Sie also nicht gutgläubig Antworten in Felder, die Sie nicht kennen, z. B. „OK“. Dieses „OK“ kann nämlich Ihre Einverständniserklärung für einen „Mehrwertdienst“ sein.
  • Trauen Sie niemals der erstbesten Information, es könnten Verleumdung und Propaganda dahinterstecken. Manchmal verstecken sich rassistische Äußerungen dem Wolf im Schafspelz gleich in einem auf den ersten Blick seriösen Angebot. Prüfen Sie genau, wer für Informationen verantwortlich ist, bevor Sie sich Ihre Meinung bilden.
  • Schützen Sie Ihre Kinder beim Suchmaschinengebrauch. Gerade für Kinder kann es gefährlich oder schädlich sein, mit bestimmten Internetinhalten konfrontiert zu werden. Denken Sie daran, dass Suchmaschinen bei bestimmten Wörtern und Themen vielfach auf solche problematischen Sites verweisen.
  • Vorsicht bei Wörtern mit Doppelbedeutung und bei Tippfehlern, auch so können Ihre Kinder ungewollt auf Pornoseiten landen. Manche Wörter sind doppeldeutig, obwohl man es gar nicht erwartet.
  • Vertrauen Sie nicht allein dem Jugendschutzfilter bei den Suchmaschinen. Denken Sie daran, dass sich Filter leicht abschalten lassen.
  • Zeigen Sie Ihren Kindern Alternativen zu den allgemein bekannten Suchmaschinen. Ein Kind muss nicht unbedingt Google, Yahoo oder Microsoft benutzen, um interessante und kindgerechte Webseiten zu finden.
  • Nachrichtensuchmaschinen sind weder neutral noch vollständig. Noch viel stärker als in der normalen „Medienwelt“ sollte man sich bei den Nachrichtensuchmaschinen Gedanken über die Auswahl der Meldungen machen. Längst nicht alle (Online-)Medien werden von den Suchrobotern der Nachrichtensuchmaschinen erfasst; außerdem reagieren die „News Search Engines“ stärker auf aktuelle Kurzmeldungen als auf Hintergrundberichte.